Referenz
Glossar
Verständliche Definitionen der Normen und Begriffe rund um normkonformes Messen, auf Deutsch und Englisch.
ISO GPS (Geometrische Produktspezifikation)
Das ISO-Normensystem, das festlegt, wie die Geometrie eines Teils auf der Zeichnung spezifiziert und messtechnisch verifiziert wird. Es ist im DACH-Raum und der EU das maßgebliche Rahmenwerk, im Unterschied zur nordamerikanischen Norm ASME Y14.5.
Mehr erfahrenISO-GPS-Matrix (ISO 14638)
Das koordinierende Modell, das alle GPS-Normen in Ketten strukturiert, die einen Zeichnungseintrag mit dem finalen Messergebnis verknüpfen. ISO 14638 ist der Einstieg, um zu verstehen, welche Norm jeden Schritt der Spezifikation und Verifikation regelt.
Mehr erfahrenDIN EN ISO 1101
Die deutsche Übernahme (DIN national, EN europäisch, ISO international) der Norm für geometrische Tolerierung mit dem Titel „Tolerierung von Form, Richtung, Ort und Lauf“. Sie regelt im DACH-Raum die Form-, Richtungs-, Orts- und Lauftoleranzen auf technischen Zeichnungen.
Mehr erfahrenISO 14405 (Zweipunktgröße)
Die ISO-Norm für die Maßtolerierung. Sie definiert Größenoperatoren wie die Zweipunktgröße, die von der standardmäßig zugeordneten (Gauß-)Größe einer Software abweichen kann und eine häufige Ursache nicht normkonformer Auswertung ist, wenn die KMG-Software nicht entsprechend eingestellt ist.
Mehr erfahrenISO 14253-1 (Entscheidungsregeln)
Die ISO-Norm, die die Entscheidungsregeln für den Nachweis von Konformität oder Nichtkonformität mit einer Spezifikation definiert und dabei die Messunsicherheit bei Annahme oder Ablehnung von Teilen berücksichtigt.
Mehr erfahrenISO 5459 (Bezüge)
Die ISO-Norm für Bezüge und Bezugssysteme, die den Referenzrahmen festlegen, gegen den eine geometrische Toleranz gemessen wird. Eine falsche Bezugsausrichtung ist eine der häufigsten Ursachen für falsche KMG-Ergebnisse.
Mehr erfahrenASME Y14.5
Die nordamerikanische GD&T-Norm. Sie stimmt oberflächlich mit ISO GPS überein, weicht aber in rund zwei Dritteln der Praxisfälle ab. ASME Y14.5-2018 hat die Toleranzen für Konzentrizität und Symmetrie gestrichen, während ISO das Konzept der Koaxialität beibehält, weshalb die Normauslegung bei exportorientierter Arbeit entscheidend ist.
Mehr erfahrenKoordinatenmessmaschine (KMG)
Ein Präzisionsmessgerät, das die Geometrie eines Teils durch Antasten definierter Punkte auf seiner Oberfläche misst. Die Messdaten werden mit den Zeichnungstoleranzen verglichen. Die Annahme- und Bestätigungsprüfung von KMG ist in ISO 10360 geregelt.
Mehr erfahrenMessprogramm
Die Anweisungssammlung, die einer KMG vorgibt, welche Merkmale in welcher Reihenfolge mit welcher Taststrategie, Bezugsausrichtung und Auswertemethode zu messen sind. Ein schlecht geschriebenes oder nicht normkonformes Programm kann schlechte Teile durchlassen oder gute Teile ablehnen.
Mehr erfahrenMessunsicherheit
Eine quantifizierte Schätzung des Bereichs, in dem der wahre Wert einer Messgröße liegt. Sie muss im Verhältnis zur Teiletoleranz klein sein, um sichere Annahme- oder Ablehnentscheidungen zu erlauben, und wird nach dem GUM (Leitfaden zur Angabe der Messunsicherheit) ermittelt.
Mehr erfahrenMesssystemanalyse (MSA)
Statistische Untersuchungen, die bewerten, ob ein Messprozess für seinen Zweck geeignet ist. Sie betrachten Messmittelfähigkeit, Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit (Gage R&R). In der Automobilzulieferkette ist VDA 5 (Prüfprozesseignung) die entsprechende Methode.
Mehr erfahrenErstmusterprüfbericht (EMPB) / First Article Inspection Report (FAIR)
Ein Qualitätsdokument, das die vollständigen Prüfergebnisse eines Erstmusters vor Beginn der Serienproduktion festhält. Der deutsche Erstmusterprüfbericht entspricht dem internationalen First Article Inspection Report; beide sind Teil des übergeordneten Erstmusterfreigabeprozesses.
Mehr erfahrenDIN EN ISO/IEC 17025 und DAkkS
ISO/IEC 17025 ist die weltweite Norm für die Akkreditierung von Prüf- und Kalibrierlaboratorien. Die DAkkS ist die nationale Akkreditierungsstelle Deutschlands; die Pendants sind die SAS in der Schweiz und Akkreditierung Austria. Kalibrierscheine, die der Messunsicherheit zugrunde liegen, führen auf nach 17025 akkreditierte Labore zurück.
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